Gastvortrag von BMW: Einblicke in modernes Projektmanagement zwischen Wasserfall, Agile und KI
Im Rahmen der Vorlesung „Projektmanagement“, die Prof. Dr. Ulrike Plach über das Zentrum für Interdisziplinäre Lehre (ZiL) an der OTH Regensburg anbietet, fand am 18. Juni ein praxisnaher Gastvortrag von Frau Natascha Bärligea (BMW) statt. Unter dem Titel „Vom Wasserfall über Agile zur KI: Wie Projektmanagement bei BMW heute wirklich funktioniert“ erhielten die Studierenden spannende Einblicke in die Entwicklung und den aktuellen Stand des Projektmanagements in einem global agierenden Unternehmen.
Zu Beginn nahm Frau Bärligea die Studierenden mit auf eine Zeitreise und zeigte anhand eines konkreten Beispiels, wie vor rund 20 Jahren ein System zur Winterreifenterminierung nach dem klassischen Wasserfallmodell entwickelt wurde. An diesem Projekt wurde deutlich, wie stark strukturierte und sequenzielle Vorgehensweisen früher den Entwicklungsprozess bestimmten.
Im zweiten Teil ihres Vortrags richtete sie den Fokus auf die Gegenwart und stellte die „myBMW App“ vor. Dieses Projekt wurde mit agilen Methoden umgesetzt und veranschaulichte, wie iterative Entwicklungsprozesse, enge Abstimmungen im Team sowie kontinuierliches Feedback die Produktentwicklung heute prägen.
Besonders großes Interesse weckte der dritte und abschließende Teil des Vortrags: Hier zeigte Frau Bärligea auf, wie aktuell bei BMW Financial Services Künstliche Intelligenz in der Softwareentwicklung eingesetzt wird. Am Beispiel der Bonitätsprüfung wurde deutlich, wie KI-basierte Ansätze bereits jetzt dazu beitragen, IT-Prozesse und Testfälle effizienter zu gestalten. Gerade zu diesem Thema stellten die Studierenden zahlreiche Fragen und nutzten die Gelegenheit, sich intensiv mit den Chancen und Herausforderungen des KI-Einsatzes auseinanderzusetzen.
Der Gastvortrag bot den Studierenden damit nicht nur wertvolle Einblicke in die Praxis, sondern verdeutlichte auch eindrucksvoll den Wandel von Projektmanagement-Methoden – von klassischen Ansätzen hin zu agilen und zunehmend KI-gestützten Arbeitsweisen.